Hier erhalten Sie einen Überblick zu allen wichtigen Themen rund um Gebühren, Formulare und Dienstleistungen der Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR:
Abwassergebühren
Die Abwassergebühren der Entsorgungs- und Baubetrieb AöR der Stadt Worms (ebwo AöR) wurden im Kostenvergleich des Haus & Grund Deutschland e. V. wiederholt mit Platz 1 für die niedrigsten Abwassergebühren der 100 größten Städte in Deutschland ausgezeichnet. Herangezogen wurden dabei sowohl die Schmutzwasser- als auch die Niederschlagswassergebühr und etwaige Kanalbaubeiträge, welche von manchen Städten pauschal erhoben werden.
Noch im Jahr 2023 erfolgte eine Senkung der Niederschlagswassergebühr um 12 %, wobei die Schmutzwassergebühr zeitgleich aufgrund gestiegener Personalkosten und deutlicher Preiserhöhungen bei Verbrauchsmaterialien erhöht werden musste. Das änderte aber letztlich nichts daran, dass die Wormser Abwassergebühren im Bundesvergleich sehr gut abschnitten.
Ab dem 01.01.2026 müssen wir nun aber eine Gebührenerhöhung vornehmen. Die Schmutzwassergebühren werden um 11 % und die Niederschlagswassergebühren um 5% angehoben. Hintergrund dieser Anpassungen sind zwar auch Steigerungen der Personalkosten, vorwiegend aber Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen für abwassertechnische Einrichtungen, die sowohl die Kläranlage wie auch das Kanalnetz und die Pumpwerke im Stadtgebiet betreffen.
Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Abwasserentsorgung für das Stadtgebiet Worms nach den rechtlichen Vorgaben, aber auch zukunftsfähig durchzuführen. Dabei stehen neben der Erhaltung und Optimierung der Infrastruktur auch Themen wie eine weitere Unabhängigkeit der Kläranlage vom Energiemarkt auf der Agenda. Bereits heute deckt die Kläranlage mehr als 60 % ihres Energiebedarfs durch die Faulgasverwertung. Durch neue Technologien soll künftig eine nahezu vollständige Eigenversorgung von Strom möglich sein, was Kosten spart und das Unternehmensziel der Nachhaltigkeit fördert.
Was man heute bereits sagen kann: Trotz der nun vorgenommenen Steigerung werden wir uns auch künftig im bundesweiten Vergleich noch im Bereich der niedrigsten Abwassergebühren im Bundesvergleich bewegen.
Abfallwirtschaftsgebühren
Ab dem 01.01.2024 haben wir unsere Veranlagungssystematik dahingehend geändert, dass es eine getrennte Gebühr für Restabfall- und Bioabfallbehälter gibt. Diese Systematik hat sich seither bewährt und konnte damals ohne direkte Gebührenerhöhung durchgeführt werden. Das heutige System bietet im Sinne der Benutzerfreundlichkeit die Möglichkeit, die Größe der Behälter nach den Abfallfraktionen Rest-, Bioabfall und Altpapier differenziert auszuwählen (Altpapierbehälter werden nach wie vor gebührenfrei bereitgestellt). Gebühren werden so verursachergerecht erhoben.
Die Gebührenstabilität der letzten Jahre konnten wir unter anderem auch deshalb gewährleisten, da wir über Gebührenüberschüsse aus den Vorjahren verfügten. Nachdem wir diese Überschüsse nun an die Abgabenpflichtigen zurückgeführt haben, müssen wir die Gebühren ab dem 01.01.2026 nun mittels einer Erhöhung i. H. v. 12 % deutlich erhöhen, um die Lücke zwischen Gebührenbedarf (also der anfallenden Kosten) und Gebühreneinnahmen zu schließen.
Gründe sind u. a. gestiegene Personalkosten als Folge der Tarifverhandlungen sowie steigende Kosten für Material (z. B. Kosten für Treibstoff, gestiegene Kosten für die Beschaffung von Fahrzeugen und Fahrzeuginstandhaltungskosten u. a.) sowie auch steigende Kosten für die Entsorgung bzw. Verwertung von Bioabfall.
Darüber ist ein wesentlicher Grund aber die Entwicklung der Bepreisung von Kohlenstoffdioxod (CO₂) durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Das BEHG führt seit dem 01.01.2024 zu einer CO₂-Bepreisung für thermische Abfallbehandlungsanlagen (Müllheizkraftwerke) in Deutschland. Anlagenbetreiber müssen Zertifikate erwerben, was die Entsorgungskosten erhöht und einen Anreiz zur besseren Abfalltrennung und Abfallvermeidung schaffen soll. Die Restabfälle des Stadtgebiets von Worms werden im Gemeinschafts-Müllheizkraftwerk Ludwigshafen (GML) entsorgt, an dem die ebwo AöR beteiligt ist. Hierdurch erfolgt seit vielen Jahren eine umweltgerechte und wirtschaftliche Entsorgung der Restabfälle, welche aber nun durch das BEHG eine Kostensteigerung erfährt.
Die gesetzliche Regelung sieht seit 2025 eine jährliche Steigerung der Kosten für den Zertifikatserwerb je Tonne CO₂ vor. Nachdem es deutliche Widerstände gegen die Umsetzung der Regelung gab, hat die ebwo AöR zunächst die Entwicklung abgewartet, bevor man die Option einer Erhöhung in Betracht zog. Es sind aktuell auch noch Sammelklagen anhängig, deren Ausgang aber ungewiss ist. Nun ist die Erhöhung aber unumgänglich, um ein größer werdendes Delta zwischen Einnahmen und Ausgaben zu verhindern.
Aufgrund dieser Faktoren ist eine Anpassung ab dem Jahr 2026 sowie voraussichtlich auch in den Folgejahren unabdingbar.
Es gilt aber auch weiterhin, dass man Gebühren sparen kann, wenn man durch eine bessere Trennung der Abfälle weiniger Restabfallvolumen in Anspruch nimmt.
Straßenreinigungsgebühr
Straßenreinigungsgebühren werden zum 01.01.2026 nicht erhöht.
Für Fragen zu den Entsorgungsgebühren helfen Ihnen gerne die Kolleg:innen der Entgeltveranlagung.
Bei Fragen zur Abfalltrennung steht Ihnen unsere Abfallberatung gerne zur Verfügung.
Gebühren des Containerdienstes
Nachdem Worms
beim letzten Ranking 2020 bereits den 1. Platz der niedrigsten Abwassergebühren
der 100 größten Städte in Deutschland gewonnen hat, konnte die Stadt ihren
Titel beim diesjährigen Kostenvergleich des Haus & Grund Deutschland e. V.
verteidigen und erneut die niedrigsten Gebühren im Abwasser der betrachteten
Städte nachweisen.
Erstellt hat das Ranking das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des Vereins. Herangezogen wurden sowohl die Schmutzwasser- als auch die Niederschlagswassergebühr und etwaige Kanalbaubeiträge, welche von manchen Städten pauschal erhoben werden. Die Entsorgungs- und Baubetrieb AöR der Stadt Worms (ebwo AöR), die für die Abwasserentsorgung der Stadt Worms verantwortlich ist, konnte zu Beginn des Jahres 2023 die Niederschlagswassergebühr sogar um 12 Prozent senken, zeitgleich musste die Schmutzwassergebühr jedoch aufgrund gestiegener Personalkosten und deutlicher Preiserhöhungen bei Verbrauchsmaterialien erhöht werden (wir berichteten). Das änderte aber letztlich nichts an dem erfreulichen Ergebnis für die Nutzer:innen der Abwasserentsorgung in Worms.
Die Urkunde wurde von Dr. Kai H. Warnecke, Präsident Haus & Grund Deutschland e. V., Ralf Schönfeld, Verbandsdirektor Haus & Grund Rheinland-Pfalz e. V. und Hans-Joachim Lock, 1. Vorsitzender Haus & Grund Worms-Alzey e. V., an die ebwo AöR übergeben. Stephanie Lohr, Verwaltungsratsvorsitzende der ebwo AöR, Andreas Oberhaus, Kaufmännischer Vorstand, und Hans Gugumus, Technischer Vorstand, nahmen sie dankend entgegen: “Wir freuen uns, trotz der Erhöhung der Schmutzwassergebühr im letzten Jahr im deutschlandweiten Vergleich immer noch die niedrigsten Abwassergebühren vorweisen zu können. Es ist unser Auftrag, kostendeckend, aber auf keinen Fall gewinnbringend zu wirtschaften, um zum Wohl der Bürger:innen der Stadt Worms Gebühren so niedrig wie möglich zu halten. Die Auszeichnung belegt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in schwierigen Zeiten hier einen sehr guten Job machen“, so Stephanie Lohr.
Bei der Urkundenübergabe führte Herr Warnecke aus, dass die Spanne zwischen den Gebührenbelastungen der verschiedenen Städte bemerkenswert sei. So wurde bei der Präsentation der Studie in Berlin im vergangenen Sommer deutlich, dass zwischen Worms als erstplatzierter Kommune und dem Schlusslicht ein Unterschied von über 700 Euro jährlich liegt. „Die Abwassergebühren können nicht in jeder Stadt gleich hoch sein. Aber 300 Prozent Unterschied sind nicht hinnehmbar. Da müssen die Entsorger und die Städte ran, denn jeder Euro Entlastung ist für die Bürgerinnen und Bürger wichtig“, betonte der Präsident von Haus & Grund Deutschland e. V..
Die beiden Vorstände der ebwo AöR legten dar, warum die Abwassergebühren in Worms so niedrig sind. So führte Hans Gugumus aus, dass die Kläranlage der ebwo AöR in einem optimalen Auslastungsbereich betrieben wird, was sich positiv auf die Unterhaltungskosten auswirke. Des Weiteren wird ein Großteil der Leistungen im Bereich der Kanalunterhaltung (Kanalinspektion und -reinigung sowie Kanalsanierungen) in Eigenregie und mit eigenem Personal durchgeführt. Der technische Vorstand betont jedoch auch einen hohen Investitionsstau im Bereich der Kläranlage, die zwar die Einleitwerte nicht beeinträchtigen, aber zukünftig weiter angegangen werden müssen.
Andreas Oberhaus ergänzt, dass ein Teil der anstehenden Investitionen, wie z. B. eine zusätzliche Reinigungsstufe, auch bei anderen Kläranlagen ansteht, was die Auswirkungen zumindest teilweise relativieren wird. „Wir gehen davon aus, dass wir auch nach Durchführung der Investitionen im Vergleich mit anderen Städten nicht allzu sehr im Ranking sinken“, erklärt der Kaufmännische Vorstand und legt dar, dass man sich neben den technischen Aspekten auch bei der Satzungsgestaltung stets umfänglich Gedanken um die Auswirkungen für die Menschen, die in Worms leben und arbeiten, mache. Hierzu zählt z. B. auch, die Gebühren verursachungsgerecht zu erheben. „Wir differenzieren in Worms bei der Gebührenerhebung zum Beispiel auch zwischen den Starkverschmutzern, deren Abwassermenge aufgrund der Messdaten der Kläranlage mit einem errechneten Faktor gewichtet wird. Die höheren Gebühren für Anlagen, die auch einen höheren Aufwand bei der Abwasserreinigung verursachen, entlasten letztlich die Haushalte.
Beide Vorstände loben außerdem die Mitarbeitenden, von den Teams auf der Kläranlage und in der Kanalunterhaltung bis hin zur Entgeltveranlagung „Wir haben ein motiviertes Team, das gut funktioniert.“.
Pressemitteilung vom 04.09.2020: Seit 2018 gehört Worms in die Liste der 100 größten Städte und schon hat es die Stadt am Rhein geschafft, im Abwassergebührenranking 2020 von Haus & Grund Deutschland e.V. den ersten Platz zu erreichen. Wohlgemerkt: Das letzte Ranking wurde 2017 erstellt, als Worms noch nicht dabei war. Zwischen der erstplatzierten Kommune und dem Schlusslicht liegt ein Unterschied von sage und schreibe 700 Euro jährlich – in 20 Jahren kommen somit 14.000 Euro zusammen, die Wormser Bürger weniger bezahlen müssen als in der Stadt, die den letzten Platz einnimmt.
Und so herrschte dann auch entsprechender Trubel im Rathaus, als Kai Warnecke, Präsident Haus & Grund Deutschland e.V., Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek stellvertretend für die Stadt und die städtische Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR nun den Bürgerpreis für den ersten Platz im bundesweiten Gebührenranking überreichte. Für Bürgermeister Kosubek keine allzu große Überraschung: „Die ebwo AöR hat den Preis wahrlich verdient.“ Die bürgerfreundlichen Gebühren seien das Ergebnis harter Arbeit, machte er deutlich, etwa in der Hinsicht, dass die ebwo AöR sich komplett eigenständig um die Abwasserentsorgung kümmere und auf Fremdvergaben verzichte. Dafür investiert die Anstalt des öffentlichen Rechts nicht nur in ihre Kläranlage – von der übrigens auch die angeschlossenen Umlandgemeinden profitieren – sondern eben auch in die Ausbildung des Personals. Hinzu kommt, dass die Wormser Kläranlage derzeit in einem optimalen Auslastungsgrad betrieben wird. In den nächsten Jahren stünden umfangreiche Investitionen im abwassertechnischen Bereich, insbesondere der Kläranlage, an. Dennoch sei man zuversichtlich, die Abwassergebühren auch in den nächsten Jahren auf einem soliden Niveau zu halten, berichtete der zuständige Bürgermeister.
Für das Ranking wurden nun zum zweiten Mal nach 2017 die jährlichen Abwassergebühren einer vierköpfigen Musterfamilie in den nach Einwohnern 100 größten Städten in Deutschland untersucht. „Worms bietet hier mit Abstand das beste Preis-Leitungsverhältnis“, machte Haus & Grund-Präsident Warnecke deutlich. Das Ergebnis sei gar exzellent und zeige, dass die Attraktivität der Stadt das Sichtbare wie die kulturellen Wahrzeichen noch übersteige. „Ich würde mir wünschen, dass Worms ein Vorbild für andere Kommunen wird“, so Warnecke.
Erstellt
hat das Ranking das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag des
Vereins. Vergleicht man die sechs größten rheinland-pfälzischen Städte, so
zahlen Bürger in Kaiserslautern im Schnitt rund 130 Euro mehr pro Jahr, in
Ludwigshafen und Mainz sind es jährlich sogar rund 160 Euro mehr als im
Stadtgebiet Worms. Derzeit liegen die Kosten in Worms je Kubikmeter
Schmutzwasser bei 1,08 Euro und beim Niederschlagswasser pro Quadratmeter
bebauter bzw. befestigter und angeschlossener Fläche bei 0,60 Euro.
Hier geht´s zum Beitrag der Landesschau Rheinland-Pfalz des SWR Fernsehens vom 04.09.2020:
hier geht´s zu den Preis- bzw. Tarifinformationsblättern Abwasserbeseitigung der Benchmakinginitiative "Gutes Wasser - Klare Preise"